Was machen 18 Studenten, drei Betreuer und zwei Organisatoren aus elf Ländern und vier Kontinenten, wenn sie innerhalb von neun Tagen die Wassernutzung im Iran vor Ort kennenlernen? Klare Antwort: Sie präsentieren ihr selbst erarbeitetes Wissen untereinander und holen sich die Praxiserfahrung einheimischer Experten hinzu. Mit ihnen diskutieren sie wissenschaftliche Fakten und die Umsetzung in der Praxis und tauschen offene Fragen zu historischer und aktueller Wasserwirtschaft, Wüstenbildung und Energienutzung im Iran aus. Für die praktische Anschauung vor Ort chartern sie einen sympathischen einheimischen Busfahrer, der sie zuverlässig 1 200 Kilometer durch Dörfer und Metropolen, die trockene Steppe und zu Salzseen lenkt. Eine Herausforderung, die alle gern annehmen.

Weiterlesen

Eine Quelle guter und häufig auch inspirierender Vorträge sind sicher die TED Talks und deren Ableger, die weltweit stattfindenden TEDx Talks. Eine der Reden, die mich in den letzten Jahren begeistert hat, ist der Vortrag „How great leaders inspire action“ von Simon Sinek. Wir können gern diskutieren, ob ein solch technisch orientierter Vortrag, der auch einige offensichtliche Schwächen zeigt, nicht noch besser gehalten werden kann. So gibt es nur wenige Lacher im Publikum, der Augenkontakt zwischen Redner und Publikum ist nicht optimal und der Redner fasst sich häufig an die Brille (genau 22-mal) – um nur drei Beispiele zu nennen.

Dennoch: Warum ist sein TEDx-Talk von 2009 der am dritthäufigsten gesehene von mehr als 2 600 TED Talks weltweit? Warum wurde sein Vortrag, den er live vor gerade einmal 50 Zuhörern gehalten hat, bis heute mehr als 37 Millionen Mal auf ted.com und gut 12 Millionen Mal auf YouTube angeklickt? Was hat Simon Sinek also richtig gemacht?

Weiterlesen

Ausgerechnet jetzt, wo du mitten in der Präsentation stehst, geht der Beamer kaputt! Wie kannst du deinen Vortrag retten, so dass du bei deinem Publikum in guter Erinnerung bleibst? Dazu komme ich gleich.

Bist du mit deinem Equipment vertraut? Hast du alle Eventualitäten bedacht? Bist du bestens für deinen Vortrag präpariert und ausgestattet? Dann kannst du souveräner mit Situationen wie einem kaputten Beamer, Stromausfall oder anderen unerwarteten Störungen umgehen. Einen Großteil davon kannst du bereits durch gezielte Vorbereitung umgehen.

 

Weiterlesen

Du sitzt im Seminar und wirst plötzlich direkt vom Referenten angesprochen: „Wie ist Ihre Meinung dazu?“ Dir bleibt keine Zeit, lange nachzudenken. Wie reagierst du jetzt? Hast du eine passende Antwort parat?

Zugegeben, diese Situation kommt im Vortrag selten vor, im Seminar ist eine solch direkte Frage auch nicht alltäglich. Schon häufiger kommst du im Smalltalk oder im Gespräch mit anderen Kollegen in diese Situation. Üblich ist es hingegen während oder nach einer Präsentation, in der du selbst vor Publikum sprichst. Wenn du doch jetzt nur spontan und schlagfertig antworten könntest! Was kannst du dafür tun? Weiterlesen

Poster-Präsentationen sind seit den 1960er-Jahren fester Bestandteil von Wissenschafts-Tagungen (Rowe, 2017). Google spuckt 1,81 Millionen Tipps aus, wie du Poster visuell und inhaltlich gestalten kannst. Aber wie präsentierst du dich selbst während der Poster-Session? Womit findest du maximale Aufmerksamkeit? Wie positionierst du dich als Experte deines Fachs? Die Online-Tipps dazu sind bisher – nun ja, sehr bescheiden. Dieser Blogbeitrag soll das ändern. Weiterlesen

Stell dir vor, es ist Wissenschaft und keiner geht hin. Das hab‘ ich während meiner Zeit als Student und Forscher immer wieder erlebt. Es gibt Tagungs-Sessions, in denen ganze drei Leute im Publikum sitzen, um einem höchstens mittelprächtigen Vortrag zu lauschen. Nur drei, weil das Thema extrem speziell ist und weil in vielen Vorträgen ganz brav viele Zahlen, Daten und Fakten herunter gebetet werden.

Als Studenten lernen wir viel zweifellos interessanten Stoff – sonst hätten wir uns nicht für ein bestimmtes Fach entschieden. Die meisten Professoren machen sich zu wenig Gedanken darüber, wie sie uns diesen Stoff vermitteln. Kein Wunder beim alltäglichen Arbeitsdruck mit Publikationen, Projektanträgen und dem alltäglichen Verwaltungskram. Da ist die ungeliebte Lehre nur das fünfte Rad am Wagen. Wer aber nie gelernt hat, anständig zu präsentieren, bekommt es höchstens noch als Naturtalent hin, den Stoff spannend, lehrreich und gleichzeitig unterhaltsam zu vermitteln. Das kommt leider viel zu selten vor. Weiterlesen

Kulturelle Entwicklung beruht auf Faktoren wie Sprache, Klima und Umwelt. Wie wir kommunizieren, können wir etwa am Klima, in dem wir leben, erkennen. Ist es kalt, beschränken wir unsere Unterhaltung auf ein Minimum – diese ist eher kurz und zielgerichtet, und wir wirken mitunter zugeknöpft.

 

Präsentation und Sprachstil

Dass Smalltalk unter widrigen Klimabedingungen eher Luxus ist, zeigt sich auch am Sprachstil: Wir fassen uns kurz, Worte haben weniger Nuancen und sind klar und eindeutig definiert. Im Deutschen enden viele Worte auf Konsonanten oder stillen Vokalen. Unsere Sprache ist wegen der weniger ausgeprägten Hoch- und Tieftöne nicht so melodisch wie etwa Spanisch, Französisch oder Italienisch. Dort sind Wortschatz und Stimm-Melodie deutlich variabler als etwa in Deutschland oder Skandinavien. Entsprechend ist die Körper-Sprache unter warm-mediterranen Klimabedingungen wesentlich ausgeprägter.

Diese Unterschiede wirken sich auf den Vortragsstil aus: Wir verleihen einzelnen Worten mehr Gewicht und untermalen diese gerne mit Daten und Fakten – die Sachebene hat Priorität. Als Redner wirken wir fokussiert und inhaltlich stringent, wir sprechen Klartext: Aussagen nehmen wir wörtlich, der Inhalt ist wichtiger als das Gesamtbild. Unser Sprachstil ist sehr direkt und detailliert, Mimik und Gestik sind weniger bedeutend.

Weiterlesen

Simon bereitet den letzten Abschnitt seiner wissenschaftlichen Präsentation vor. Er möchte einen klaren Schlusspunkt setzen, indem er neue Erkenntnisse darstellt, ein klares Fazit zieht und angeregt mit seinem Publikum diskutiert. Er wird wie schon im Anfangs- und Mittelteil seiner Präsentation von seiner Mentorin Sarah begleitet, die aus ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz schöpfen kann und Simon wertvolle Hinweise für seinen Vortrag gibt.

Den ersten Eindruck, den Simon zu Beginn seiner Präsentation hinterlässt, kann er am Ende des Vortrags und spätestens in der Diskussion verstärken oder auch revidieren. Es ist eine zweite Chance, positiv im Gedächtnis des Publikums zu bleiben.

Die Mehrzahl der Vorträge endet klassisch: Bis dahin vermittelte Inhalte werden nochmal zusammengefasst. Sich daraus ergebende Schlussfolgerungen und ein „Danke schön“ schließen sich an, bevor der Moderator zur Diskussion überleitet.

 

Weiterlesen

Simon ist Doktorand und bereitet gerade seinen Tagungs-Vortrag vor. Den Einstieg hat er nach einem Treffen mit seiner Mentorin Sarah bereits verbessert. Jetzt fragt er sich: Wie kann ich die Ergebnisse meiner Studie prägnant darstellen? Welche Details interessiert mein Publikum, und welche neuen Erkenntnisse gewinnt es daraus? Wie gelingt die Überleitung zwischen den einzelnen Abschnitten?

 

Weiterlesen

Sarah und Simon haben sich auf einer wissenschaftlichen Tagung kennengelernt. Sarah arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Migration und interkulturelle Kommunikation, Simon ist Doktorand. Beide treffen sich zwei Wochen nach der Tagung wieder: Sarah unterstützt Simon in der Vorbereitung seiner Präsentation für die nächste Fachkonferenz. Sie besprechen den Entwurf und Simon probt seinen Vortrag. Er steigt mit dem Satz „Sehr geehrte Damen und Herren…” ein.

 

Weiterlesen